Was steckt in Honig?
Über 200 Substanzen. Alle natürlich.
Echter Honig ist weit mehr als Zucker. Enzyme, Antioxidantien, Mineralstoffe, Pollen — eine vollständige Übersicht der Inhaltsstoffe.
Über 200 Substanzen. Alle natürlich.
Echter Honig ist weit mehr als Zucker. Enzyme, Antioxidantien, Mineralstoffe, Pollen — eine vollständige Übersicht der Inhaltsstoffe.
Die kurze Antwort: Echter naturbelassener Honig enthält über 200 verschiedene Substanzen — Zucker, Enzyme, Antioxidantien, Mineralstoffe, Aminosäuren, Vitamine, Aromastoffe und Pollen.
Das macht ihn grundlegend anders als reinen Haushaltszucker — und erklärt warum echter, kalt geschleuderter Honig vom Imker sich so deutlich von industriell verarbeitetem Supermarkthonig unterscheidet.
Fruchtzucker — süßer als Haushaltszucker, wird langsamer ins Blut aufgenommen
Traubenzucker — schnelle Energie, verantwortlich für Kristallisation
Haushaltszucker — sehr wenig, Bienen spalten ihn fast vollständig
Komplexere Zucker mit präbiotischer Wirkung
Der Zuckeranteil von Honig ist hoch — aber anders als bei Haushaltszucker kommen diese natürlichen Zucker zusammen mit Enzymen, Mineralien und Antioxidantien. Außerdem: Honig schmeckt intensiver, man braucht weniger davon.
Reifer Honig hat unter 20% Wasser — darunter kann kein Keim wachsen
Der niedrige Wassergehalt ist entscheidend für die Haltbarkeit. Honig mit über 20% Wasser kann gären. Echte Imker wie Stefan schleudern erst wenn die Bienen die Waben verdeckelt haben — das ist das natürliche Reifezeichen.
Baut Stärke ab — ihr Gehalt ist ein Qualitätsmerkmal für unerhitzten Honig
Spaltet Rohrzucker — macht Honig verdaulicher als normaler Zucker
Bildet Wasserstoffperoxid — verantwortlich für die antibakterielle Wirkung
Baut Wasserstoffperoxid ab — reguliert die Wirkung
Enzyme sind der Hauptunterschied zwischen echtem Honig und reinem Zucker. Sie kommen aus den Speicheldrüsen der Bienen — und sie sind hitzeempfindlich. Erhitzter Honig verliert sie. Kalt geschleuderter Honig behält sie vollständig.
Pflanzliche Farbstoffe mit antioxidativer Wirkung — mehr in dunklen Honigsorten
Schützen Körperzellen vor oxidativem Stress
Flavonoid aus Blütennektar — entzündungshemmend
Antioxidans mit weiteren biologischen Eigenschaften
Antioxidantien neutralisieren freie Radikale im Körper. Je dunkler der Honig, desto mehr Polyphenole — dunkle Honigsorten wie Buchweizenhonig haben bis zu fünfmal mehr als helle. Unser Sommerblütenhonig hat durch seine Vielfalt an Trachtquellen ein breites Polyphenol-Spektrum.
Wichtig für Herzfunktion und Flüssigkeitshaushalt
Knochen, Muskeln, Nerven
Muskel- und Nervenfunktion
Energiestoffwechsel
Spurenelemente mit vielfältigen Funktionen
Die Mineralstoffmengen in Honig sind gering — aber sie spiegeln direkt die Mineralien des Bodens wider, auf dem die Trachtpflanzen wuchsen. Dunkle Honigsorten sind generell mineralstoffreicher. Auch hier gilt: kalt geschleuderter Honig behält alle Mineralien vollständig.
Kommen beim Sammeln in den Honig — enthalten Proteine, Fettsäuren und Spurenelemente
Durch Pollenanalyse lässt sich die geografische Herkunft von Honig bestimmen
Pollen sind der natürliche Fingerabdruck des Honigs. Sie verraten welche Pflanzen die Bienen beflogen haben — und wo. Gefilterter oder erhitzter Industriehonig verliert diese Pollen. Echter Honig behält sie. Bei Pollenallergikern: langsam anfangen mit kleinen Mengen regionalem Honig.
Warum die Verarbeitungstemperatur alles entscheidet:
So macht es Stefan in Dargelin — maximal schonend, ohne jede Wärmezufuhr.
Erhitzt wird damit der Honig flüssig bleibt und sich leichter abfüllen lässt — auf Kosten der Qualität.
Hydroxymethylfurfural (HMF) entsteht wenn Honig erhitzt wird oder zu lange lagert. Frischer, kalt geschleuderter Honig hat sehr niedrige HMF-Werte. Der EU-Grenzwert liegt bei 40mg/kg — echter Imkerhonig liegt weit darunter. HMF ist damit ein zuverlässiger Indikator für Qualität und Frische.
Echter naturbelassener Honig enthält über 200 verschiedene Substanzen — darunter Zucker, Enzyme, Aminosäuren, Mineralstoffe, Vitamine, Antioxidantien, Aromastoffe und Pollen. Die genaue Zusammensetzung variiert je nach Trachtquelle, Region und Jahreszeit.
Ja — ab etwa 40°C beginnen Enzyme wie Diastase und Invertase abzubauen. Ab 60°C sind die meisten Enzyme zerstört, Antioxidantien werden reduziert und Aromastoffe verflüchtigen sich. Deshalb wird echter Qualitätshonig kalt geschleudert und niemals erhitzt.
Honig enthält geringe Mengen verschiedener Vitamine: B2 (Riboflavin), B3 (Niacin), B5 (Pantothensäure), B6, B9 (Folsäure) und Vitamin C. Die Mengen sind allerdings so gering, dass Honig nicht als bedeutende Vitaminquelle gilt — sein Wert liegt eher in den Enzymen und Antioxidantien.
Die wichtigsten Enzyme sind Diastase (baut Stärke ab), Invertase (spaltet Rohrzucker in Fruktose und Glukose) und Glucoseoxidase (bildet Wasserstoffperoxid — verantwortlich für die antibakterielle Wirkung). Diese Enzyme kommen aus den Speicheldrüsen der Bienen und sind empfindlich gegenüber Hitze.
Dunkle Honige wie Buchweizen- oder Waldhonig enthalten mehr Polyphenole und Flavonoide als helle Sorten. Diese Pflanzenstoffe stammen aus dem Nektar — Pflanzen die in stressreicheren Umgebungen wachsen produzieren mehr davon. Unser Sommerblütenhonig liegt im mittleren Bereich, Rapshonig ist eher hell und mild.
Kalt geschleudert, naturbelassen, direkt vom Imker — alle Enzyme, alle Antioxidantien, alle Aromastoffe vollständig erhalten.